Lawinenkurs im Igelskar am 1.2.2020

Nachdem Frau Holle ihre Betten in diesem Winter nur sehr sparsam ausgeschüttelt hatte, haben wir unseren Lawinenkurs vom Graswangtal kurzerhand ins Skigebiet Ehrwalder Alm verlegt um von da aus ins Igelskar zu gehen. Schon wenige Meter nach der letzten Piste kehrte Ruhe in die Landschaft ein, nicht so aber in unsere Gruppe.

Fleißig wurde der Lawinenlagebericht analysiert und die sich daraus ergebenden

Konsequenzen besprochen. So haben wir auf unserem Weg vorbei am Igelssee hinauf ins Kar viel über Gefahrenmuster, durchfeuchtete und aufbauende Schneedecken, Wettereinflüsse und Hangexpositionen gelernt. Auch beim Einschätzen der Hangneigung wurden wir immer besser.
Beim Abfellen in der Igelsscharte blies uns der Wind dann ganz schön um die
Nase, sodass wir uns lieber weiter unten ein Brotzeitplatzerl suchten. Nach
einem Abstecher zur Breitenkopfhütte ging es dann an die Abfahrt und die hatte
es in sich: Mal hielt der Harschdeckel, mal aber auch nicht und zum Glück gab‘s
genügend weichen Schnee, in den man/frau hineinfallen konnte.
Bei der Einkehr im Gasthof Alpenglühen waren sich alle einig, das es nicht nur
ein erfolgreicher Lawinenkurs, sondern auch eine schöne Skitour mit zwei prima
Ausbildern und sehr netten Teilnehmern war. GA

Skitourenwochenende im Verwall, 14. bis 16.2.2020

 

Aus verschiedenen Himmelsrichtungen haben sich sieben Frühaufsteher in Garmisch zusammengefunden, um gemeinsam pünktlich zur Seilbahneröffnung in Galtür anzukommen.

Geplant war eine kleine Aufstiegshilfe mithilfe des Lifts, um den recht langen Weg zum Winterraum der Heilbronner Hütte etwas abzukürzen, vier Stunden und gute 1000hm mit vollem Rucksack wollten danach noch bewältigt werden.

Da der Liftbetreiber aber mittlerweile kein Herz für Tourengeher mehr hatte und nur noch Tageskarten verkaufen wollte, wurde kurzfristig umgeplant und bei Schneetreiben von Anfang an auf eigene Muskelkraft gesetzt. Vielleicht sollte die Gruppe wegen dieser Extrabelastung in den kommenden zwei Tagen besonders reichlich belohnt werden.

Am Nachmittag wurde die Hütte im leichten Schneetreiben erreicht und da weit und breit niemand war, musste sie zunächst aktiviert werden. Das hieß anfeuern und den Aggregatszustand von reichlich Schnee ändern, damit Tee gekocht, Teller gespült und Essen zubereitet werden konnte. Das nahm man gern in Kauf, da sich bald herausstellte, dass die angekündigte andere Gruppe wetterbedingt den Zustieg doch nicht wagte. Nach dem gemeinsamen Kochen und Essen wurden die Tourenwünsche für den nächsten Tag gesammelt. Bei moderater Lawinensituation, die Tourenleiter Rainer mit allen Teilnehmern durchsprach und dabei hilfreiche Hinweise gab, sowie bester Wettervorhersage, war die Vorfreude bereits groß.

Zurecht. Strahlender Sonnenschein, ordentlich Schnee, unverspurte Hänge und keine andere Menschenseele begrüßte die Gruppe am nächsten Morgen. Nach dem obligatorischen LVS Check ging man direkt von der Hütte in den ersten Anstieg. Rainer spurte routiniert vor, gab Hinweise auf mögliche Gefahren und führte uns zum ersten Traumhang. Sieben perfekte Spuren endeten bei sieben Tourengehern mit breiten Grinsen in ihren Gesichtern. Das Szenario sollte sich, nur kurz von einer Mittagspause unterbrochen, noch häufiger zeigen. Bis in den frühen Abend hinein, bis die Kraftreserven aufgebraucht waren, wurde ein Hang nach dem anderen erstiegen und mit Kurven markiert. Da mussten sogar die Gämse staunen.

 

Die einzig vorhandene Weinflasche wurde zur Feier des Tages geköpft und bei reichlich Pasta zum gemeinsamen Abendessen genossen. Geschafft vom Tag wurden die tollen Eindrücke recht bald in den Federn verarbeitet. Am letzten Tag stand nämlich noch eine Gipfelbesteigung auf dem Plan, für die man nochmals ordentlich Energie benötigen sollte.

Den tollen Winterraum wieder auf Vordermann gebracht, brach die Gruppe am Vormittag zum letzten langen Anstieg der Tour auf. Die Sicht nicht mehr ganz so gut, wurde die östliche Fluhspitze anvisiert. Das Gipfelkreuz grüßte die letzten Tage schon aus der Ferne und wartete auf Besuch. Konzentriert und zielstrebig, wurde abwechselnd gespurt. Nach guten zwei Stunden Aufstieg, kurz vor dem Gipfel, wurde dann ein Skidepot an der steilen Gipfelflanke errichtet, um die letzten Höhenmeter zu Fuß und mit vollem Körpereinsatz zurückzulegen. Benebelt von den Wahnsinnsabfahrten des Vortages bemerkte man oben angekommen zwar recht schnell, dass man den angestrebten Gipfel knapp verfehlt hatte, die Aussicht ins Verwalltal und die Silvrettagruppe mit Piz Buin war dennoch Entschädigung genug.

Nachdem die letzte Abfahrt, mittlerweile bei Sonnenschein und milden Temperaturen, genossen wurde, stand noch das letzte lange Stück zurück in die Zivilisation an.

Genug Zeit, um die gute Gruppenstimmung zu würdigen, festzustellen, dass man sein Wissen und Können rund ums Tourengehen ordentlich verbessern konnte und dass man einfach eine schöne Zeit in den Bergen verbracht hatte.

 

Vielen Dank an alle für die tolle Erfahrung.

Peter Schäffer

 

Herzlichen Dank an die tollen Teilnehmer, wir hatten einen super Tourentag.

Das Wetter war bestens und wir waren nahezu alleine unterwegs.

 

 

 

Bericht Skitour ins Verwall 2019

 

Am Freitag den 15.2 starteten wir um 6 Uhr morgens, zu sechst, Richtung Verwall. Das Ziel war der Winterraum der Heilbronner Hütte.

 

Der Wetterbericht hatte für die nächsten drei Tage sonniges, ruhiges Hochdruckwetter vorhergesagt und auch der Lawinenlagebericht stimmte uns froh für die kommenden Tage.

Mit diesen Vorhersagen im Rücken, nahmen wir die fast drei Stündige Fahrt nach Galtür in Angriff. Dort stießen die beiden Innsbrucker, David und Bernadet, zu uns. Nach dem das Essen auf acht Rucksäcke verteilt und der große LVS-Test durchgeführt worden war, benutzten wir die Gondel, um die ersten Höhenmeter des Tages zu überwinden. Eine kurze Abfahrt durch das Skigebiet folgte. Dies sollte der letzte Berührungspunkt mit der Zivilisation für die nächsten drei Tage sein. Denn anschließend umrundeten wir den Stausee Kops und tauchten ein in die abgeschiedene Bergwelt des Verwalls.

 

Nach einem gut drei Stündigen Aufstieg, erreichten wir die Hütte, mit Ihrem separat stehenden Winterraum. Beim Anblick der unberührten und pulvrigen Hänge, rund um die Hütte, konnten alle nur Staunen und die Vorfreude diese Hänge zu befahren wuchs. Aber zunächst entzündeten wir in den beiden Öfen ein Feuer und stärkten uns mit einer Brotzeit. Nach einer kurzen Beratung entschieden wir uns, am Nachmittag, den Jöchligrat zu begehen. Um so näher wir diesem kamen, mussten wir feststellen, dass der Gipfelaufbau, windverblasen war, so dass wir unterhalb umbauten und uns in die Abfahrt stürzten, welche die Mühen des Aufstiegs entlohnte. Bereits nach der ersten Abfahrt, war vielen das Lachen im Gesicht für die nächsten drei Tage nicht mehr zu nehmen, da wir perfekten pulvrigen Schnee und strahlenden Sonnenschein vorfanden.

 

Am ersten gemeinsamen Hütten Abend beratschlagten wir darüber, welcher Gipfel am nächsten Tag erklommen werden sollte. Wir entschieden uns für den 2604 m Hohen Stritkopf. Mit der Morgen Sonne im Rücken, machten wir uns am nächsten Tag auf. Zunächst querten wir einen Osthang um anschließen über Norden kommend Richtung des Gipfels aufzusteigen. Im letzten drittel des Aufstieges entschieden wir uns dennoch diesen abzubrechen, da die Hangneigung gute 40° betrug und eine Begehung mit einer Gruppe von 8 Personen als zu Risikoreich war. Nichtsdestotrotz genossen wir die Abfahrt in vollen Zügen und jeder der Teilnehmer konnte sich an dem breiten Hang seine eigene Spur suchen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause, auf der Sonnenbank der Hütte, machten wir uns auf den Weg in ein Kar, mit Nord-West Ausrichtung, um eine weitere Pulverschnee Abfahrt zu genießen.

 

Am Sonntagmorgen hieß es zunächst Rucksäcke packen und die Hütte putzen. Anschließend starteten wir den Aufstieg zur Westlichen Fluhspitze. Die letzten Meter, dieses 2653 Meter hohen Berges, erklommen wir in leichter Kraxelei. Obern angekommen, konnten wir in alle Himmelsrichtungen, die tief verschneiten Berge bewundern und war somit ein schöner Abschluss von drei perfekten Skitouren Tage.

 

Vielen Dank an Rainer, für eine sehr gute und umsichtige Tourenleitung.

Trainerin B Skihochtour

Im März konnte unsere 2. Vorsitzende Barbara Helmer die Ausbildung zur Trainerin B Skihochtour im Stubaital erfolgreich beenden.

Ab der kommenden Skihochtourensaision 2019 werden wir auch einen Spaltenbergekurs und geführte Skihochtouren anbieten.

3 neue Fachübungsleiter /Trainer C Skibergsteigen

Unseren Sektionsmitgliedern Karl Kienle, Sofie Bergfeld und Rainer Riedl  einen herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Ausbildung Trainer C Skibergsteigen.

 

Wir freuen uns auf die Skitouren, die sie für uns anbieten werden.

 

Damit haben wir mit Barbara Helmer, Steffi  Bichler, Karl Kienle, Sofie Bergfeld und Rainer Riedl  5  gut ausgebildete Skitourenführer.

 

Wir gratulieren unserer neuen Skitourenführerin

Unsere Schriftführerin Barbara Helmer  hat  nach erfolgreicher Abschlussprüfung  eine weitere Ausbildung (Fachübungsleiterin Skibergsteigen) absolviert.

In den beiden jeweils einwöchigen Ausbildungskursen wurden die Bereiche Führungstechnik, Alpinistisches Können, Skitechnik sowie die theoretischen Basiskompetenzen geschult und geprüft.

Die Ausbildung ist abgeschlossen und die Sektion hat eine neue Skitourenführerin!!

 

Wir gratulieren herzlich und freuen uns schon auf zahlreiche Tourenangebote!

 

Die Vorstandschaft

 

Tourenplanung - Praxisteil 01.02.2020