Skitourentraining 2 in den Lechtaler Alpen

 

Die Gruppe mit acht Teilnehmern und Bergführer Caspar Güntsch startete am Freitagabend mit einem zünftigen Abendessen in Stanzach. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, legte Caspar gleich mit der Besprechung der aktuellen Schneelage los. Im Quartier in Vorderhornbach machten wir uns mithilfe des aktuellen Lawinenlageberichtes und der Snowcard an die Planung der Tour für den nächsten Tag. Es waren starke Schneefälle mit Windverfrachtungen angesagt, lawinenmäßig also keine optimalen Bedingungen. Wir stellten fest, dass es auf der geplanten Tour zum Galtjoch einen kritische Querung gibt, wo wir die Lage Vorort noch einmal beurteilen müssen.

 

 

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstagmorgen, mussten wir erstmal unsere Autos finden und sie dann ausbuddeln. In der Nacht hatte es etwa 75 cm geschneit, und der Schneefall nahm kein Ende! Unsere Tour startete in Rinnen. Durch den tief verschneiten Wald ging es gemächlich bergauf. Caspar wies uns beim Aufstieg immer wieder auf Möglichkeiten hin, das Wettergeschehen der letzten Tag und damit den Schneedeckenaufbau im Gelände zu beurteilen und er zeigte uns, wie man die Hangsteilheit mithilfe der Skistöcke feststellt.

 

An einem offenen Hang legten wir eine kleine Pause ein, um die VS-Suche zu üben, dabei durften wir uns bei starkem Schneefall durch knietiefen Schnee kämpfen.

 

Weiter ging es durch den Wald, bis zur Ehrenbichler Alm, dies war der Punkt, kurz vor dem kritischen Hang, an dem wir die Lage noch einmal beurteilen wollten.

 

Caspar machte einen kurzen „Gefühlscheck“ wer der Meinung sei, dass wir weitergehen bzw. die Tour aus Sicherheitsgründen hier beenden sollten. Die Gruppe war sich hierbei nicht ganz einig. Nach einer kurzen Besprechung, beschlossen wir, es gut sein zu lassen und in die Hütte einzukehren. Caspar machte uns noch einmal deutlich, wie wichtig solche Entscheidungen sind, und dass sie meist bei privaten Touren nicht besprochen werden was aber absolut notwendig ist.

 

Glücklicherweise hatte die Hütte auf, und wir ließen es uns bei Tiroler Gröstl und Kaiserschmarrn gut gehen.

 

Obwohl die Abfahrt durch den Wald ging, wurde sie durch den frischen Pulverschnee zum Vergnügen.

 

Weniger vergnüglich wurde die Rückfahrt nach Vorderhornbach, da leider die Straße wegen Lawinengefahr gesperrt war und wir einen riesengroßen Umweg bei schneeglatten Straßen und teilweise Tempo 30 fahren mussten. So brauchten wir zwei bzw. ein Auto sogar drei Stunden bis wir wieder in unserer Pension waren.

 

Nichtsdestotrotz gönnte uns unser Leiter am Abend noch eine ausgiebige Theorieeinheit mit vielen Fotos von fernausgelösten Lawinen und Schneebrettern.

 

 

 

Am Sonntag hörte es auf zu schneien, aber durch die gesperrte Straße waren wir von den interessanteren Touren, die bei dieser Lawinensituation infrage kommen, abgeschnitten. Mittlerweile war über 1800 m Lawinenwarnstufe 4! Darum beschlossen wir eine sichere Alternativtour zur Bernhards Eck Hütte zu machen. Nach einer kurzen Anfahrt ging es über einen kleine Piste in den Wald und in langgezogenen Kehren nach oben. Mittlerweile war sogar die Sonne herausgekommen und Caspar zeiget uns die Ortung von Mehrfachverschüttungen und erklärte die verschiedenen Funktionsweisen von unterschiedlichen VS-Geräten und wies dabei auch auf ihre Stärken und Schwächen hin.

 

Auf der Hütte angekommen gab es wieder leckeres Tiroler Essen.

 

Die Abfahrt ging wieder durch den frischen Tiefschnee durch waldreiches Gelände. Am Parkplatz hieß es nun Abschiednehmen und wir machten uns auf den Heimweg.

 

Dieses schnee- und lehrreiche Wochenende wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank Caspar!

 

Magdalena Graml

Kletterausflug nach Nassereith

 

 

Am 21.05.2016 ging es für die Sektion in den Sportklettergarten Sparchet nach Nassereith. Bei bestem Wetter und tollem Fels verbrachten wir einen Tag mit entspannten, aber engagierten Klettern.

Die Teilnehmer hatten zuvor schon Kletterkurse der Sektion besucht und konnten sich an diesem Tag am Felsen beweisen und ihre Kenntnisse direkt umsetzen.

Es war für alle ein erfolgreicher Klettertag, der mit viel Spaß verbunden war.

Barbara Helmer

 

Erfolgreicher Kletterkurs                              "Von Drinnen nach Draussen"

Am 13. Juni fand unser Kletterkurs "Von Drinnen nach Draussen" statt.

Von der Halle an den Fels ging es für die 7 Teilnehmer in Ohlstadt. Wir waren in einem kleinen aber interessanten Klettergarten, den die Bergwacht Murnau neu eingebohrt hat.

Ziel des Kurses war es, Techniken und Kniffe zu erlernen und zu üben um Sportkletterrouten eigenständig vorzusteigen und Routen abzubauen. Als Extrawunscheinheit stand auch das Abseilen auf dem Programm.

Alle Teilnehmer waren hochmotiviert und konzentriert, es war ein tolles Miteinander. Selbst das unbeständige Wetter konnte keinem die gute Laune verderben.

Barbara Helmer

 

 

 

 

 

Klettern Grundkurs in Gilching

Am 17.11.-18.11.2014 fand in der Kletterhalle Gilching unser Hallenklettergrundkurs statt.

Kursinhalte waren Sicherungstechnik, Toprope-Klettern sowie Grundlagen der Klettertechnik. Da die Teilnehmer sehr engagiert und mit viel Spaß dabei waren, konnten wir am zweiten Abend schon in längeren Touren den Vorstieg üben. Jeder Teilnehmer schaffte es am Ende in seine ausgewählte Tour als Vorsteiger einzusteigen. Daher auch von meiner Seite nochmals "Herzlichen Glückwunsch" an alle Teilnehmer dieses erfolgreichen Kurses!

Barbara Helmer

 

 

 

 



Lawinentraining im Brennergebiet vom 17.01.-20.01.2014

 

Vom 17.-20.1.13 hatte die Sektion ein LVS-Training angeboten. Dieses Kursangebot für einen fortgeschrittenen Lawinenkurs war rasch ausgebucht.
Durchgeführt wurde der Kurs durch Casper Güntsch aus Dettenhofen,
einen Bergführer in unserer Sektion.
Wegen der aktuellen Schneelage fuhr die gesamte Gruppe über den Brenner nach Südtirol.
Auf der Südseite der Alpen ist zu diesem Zeitpunkt tatsächlich der Winter mit gute Schneeverhältnissen zu finden.
Das Basislager wurde in der Nähe von Sterzing im Pfitschtal in einem angenehmen Gasthof mit freundlichen Besitzern und sehr gutem Essen aufgeschlagen.

Durch die aktuelle Schneelage für das gesamt Südtirol ergaben sich gute Bedingungen für einen Lawinenkurs.

Da der Schwerpunkt dieses Fortgeschrittenen-Kurses auf der Praxis im Gelände lag wurden an den Kurstagen insgesamt vier Skitouren im Gebiet Radschings- und Pfitschtal sowie in der Brennerregion durchgeführt.

Die Aufstiege und Abfahrten bei den Skitouren waren dann durchsetzt mit Pausen für das Graben von Schneeprofilen; die Schneebeurteilung und der Risikoeinschätzung daraus; einer Geländebeurteilung und das Erkennen von Warnsignalen und Gefahrenstellen, sowie das Beurteilen vorhergegangene und bestehende Wettereinflüsse bis hin zur eigenverantwortlichen Entscheidungen über die Aufstiegs- und Abfahrtsvarianten für die Gruppe.
Für die Abfahrten bei den Touren fand die Gruppe immer unberührte Hänge so daß auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist.

Die Aufstiege und Abfahrten wurden von einigen Teilnehmern auch dazu genutzt Ausschau nach den südtiroler Worschen zu halten. Diese sehr seltene Tiergattung schein jedoch einen intensiven Winterschlaf zu halten. So konnte ausschließlich ein verschneiter Eingang in einem Bau der Tiere gesichtet werden.

Die notwendige Theorie zu dem Thema wurde jeden Abend im Gasthof von Casper vermittelt. Schwerpunkte der Theorie waren Gefahrenmuster für Lawinen und Wetterkunde.  Durch dieses neu gewonnene Rüstzeug sind die acht zumeist erfahrenen Teilnehmer nun in der Lage ihr bisheriges Bauchgefühl mit mehr Fachwissen zu untermauern sowie den Lawinenlagebericht noch besser und präziser zu interpretieren und auf die örtlichen Gegebenheiten zu projizieren.

Der Dank der Teilnehmer geht an Casper Güntsch für seine umsichtige, abwechslungs- und sehr lehrreiche Kursgestaltung und Kursleitung.

 

Skitour im Tannheimer Tal am Faschingssonntag, 2.März 2014

 

Eine Skitour mit Martin Schilling 



Am Sonntagmorgen starteten in Dießen 5 Frauen und 4 Männer zu einer Skitour ins Tannheimer Tal. Im Allgäu empfingen uns 3 cm Neuschnee. Die Nordhänge leuchteten in reinem Weiss und die Südhänge waren angezuckert. Unser Ziel war der Schnurschrofen. Ab dem Parkplatz Tannheim, im Ortsteil Wiesle folgten wir dem Älpelebach, zuerst entlang einer Langlaufloipe, dann einem Fahrweg, später dem Sommerweg in Richtung Gaißhorn und Zirleseck. Nach eineinhalb Stunden durch Fichtenhochwald erreichten wir das „Älpele“ mit einem Gipfelkreuz und einer richtigen Sommeralm mit großem Stallgebäude und erfreulicherweise einer Bank zum Verarzten der ersten Blase.

 

Ab hier weitete sich das Gelände zu freien Wiesen auf. Der Himmel war bedeckt, ohne Niederschlag, im offenen Gelände oben zog der Nebel herunter. Viele Spuren wiesen den Weg. Fichten und Latschen und später nur noch große Felsen zeigten sich im Nebel. Die Hänge wurden steiler. Unser Ziel, der Schnurschrofen war im Nebel nicht zu erkennen, auch keine Spuren. So glitten wir weiter Richtung Gaißhorn. Wir meisterten eine steile Querung, wo uns der Nebel den Blick in den in den Abgrund verwehrte. Mit einigen Spitzkehren ging es zum Schluss steil bergauf. Ein Rücken unterhalb des Gaißhorngrates wurde nach ca. 900 Höhenmeter und knappen 3 Stunden Aufstieg unser Gipfel.

 

Bei der Abfahrt im Nebel zeigte Martin Schilling sicher den Weg. Teilweise über Hänge, teils über den Fahrweg. Der Schnee war leicht und locker, traumhaft zum Fahren. Bei der Heimfahrt zeigte sich sogar die Sonne. Ein wunderschöner Sonntag.

                                                                                         Bericht K.W.